2012-09


Das Kreuz mit den Postfilialen

Schenefeld: Partnerfilialen teilweise nicht barrierefrei / Keine ausgewiesenen Parkplätze für behinderte Menschen

SCHENEFELD

Erst Freude, dann die Enttäuschung. Friederike Pavenstedt (Foto rechts) schüttelt den Kopf: „Diese Entscheidung ist falsch. Ich verstehe nicht, warum die Post so reagiert.“ Der Gelbe Riese hatte den Vorstoß des „Stadtzentrums im ersten Stock des Einkaufstempels in einem Tabakladen eine Postpartnerfiliale anzusiedeln, vor kurzem abgelehnt. Begründung: kein Bedarf. Es gebe bereits drei Filialen in Schenefeld. ,,An uns hat dabei keiner gedachte, kritisiert Pavenstedt. Sie sitzt im Rollstuhl, kümmert sich als Vorsitzende der Arbeitsgruppe Barrierefreiheit um die Belange von Behinderten Menschen in Schenefeld.

Gute Erreichbarkeit, Behindertenparkplätze, breite Gänge, Aufzüge, ein Behinderten-WC: „Das Center ist auch ein Treffpunkt für Behinderte. Ein Postangebot wäre ideal gewesen“, betont sie. Die Vorzüge des „Stadtzentrums“ vermissen die AG-Mitstreiter bei den bestehenden Filialen zum Teil gänzlich. Eine Stufe als unüberwindliches Hinder­nis, eine viel zu steile Rampe, kein ausgewiesener Parkplatz.

Auch Bürgermeisterin Christiane Küchenhof bezeichnet die Post-Situation als „nicht optimal“. Sie sieht die Post in der Pflicht. Das Unternehmen hatte die Hauptpost in Schenefeld schon vor Jahren dicht gemacht. Am Heisterweg gab es einen barrierefreien Zugang, Parkplätze für Behinderte direkt vor der Haustür. Achtet die Post bei ihren privaten Vertragspartnern auf behindertengerechte Standards, gibt es gar Auflagen? „Es gibt detaillierte Checklisten, die vor einem Vertragsabschluss Punkt für Punkt geprüft werden“, sagt Postsprecher Jens-Uwe Hogardt. Ein barriere freier Zugang sei wichtig. Es gebe aber keine Auflagen von Seiten der Post. „Gerade in älteren Gebäuden ist ein barrierefreier Zugang nicht immer möglich“, räumt Hogardt ein.

Die Post sieht in diesem Punkt die Vertragspartner in der Pflicht. Bei der Ausweisung von Behindertenparkplätzen sei auch die Stadt gefragt.

Christian Brameshuber



Die Post an der Hauptstraße: Der Zugang ist barrierefrei. Es gab auch einen Behindertenparkplatz vor dem Gebäude. Der wurde wieder abgeschafft. Jetzt soll einer hinter dem Haus entstehen. Das Schild ist bestellt.


Die Post an der Friedrich-Ebert-Allee: kein Behindertenparkplatz. Briefkasten vor der Tür für Rollifahrer unerreichbar. Die Rampe ist steil, schmal und somit gefährlich. Im Winter ist die Eingangstür zu.

Die Post an der Lornsenstraße: Eine Stufe vor dem Eingang. Hier müssen Rollstuhlfahrer draußen bleiben. Einen ausgewiesenen Parkplatz für Behinderte gibt es nicht. BRAMESHUBER (4)

 


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