Die 10 Gebote der Barrierefreiheit

Bundes-Arbeits-Gemeinschaft für Rehabilitation

Die Abkürzung ist BAR

Rehabilitation heißt:

Wieder in der Gesellschaft mit machen.

Zum Beispiel: Durch Hilfe für behinderte oder kranke Menschen.

Die 10 Gebote der BARRIERE-FREIHEIT

Barrieren sind Hindernisse.

Barriere-Freiheit heißt:

Ohne Hindernisse

Gebot heißt: Du sollst etwas genau beachten

Das 1. Gebot:

BARRIERE-FREIHEIT ist für alle Menschen

wichtig.

  • So muss die Umwelt gemacht werden:

  • Alle behinderten Menschen sollen überall

    mit machen können.

  • Alle behinderten Menschen sollen alle

    Dinge benutzen können.

Dafür sollst du dich einsetzen.

Darauf sollst du aufpassen.

Das 2.Gebot:

Barriere-Freiheit ist für alle Bereiche:

  • Bauen und Wohnen

  • Verkehrsmittel und mobil sein

  • Lernen

  • Freizeit

  • Arbeit

  • Gesundheit

  • Infos

  • Mit anderen Menschen sprechen oder

    schreiben

 

Daran sollst du denken.

Das 3.Gebot:


Barriere-Freiheit ist für alle Menschen wichtig.

Für diese Menschen ist Barriere-Freiheit

besonders wichtig:

  • Mensch mit Schwierigkeiten beim

    Bewegen.

  • Menschen mit Schwierigkeiten beim

    Sehen

  • Menschen mit Schwierigkeiten beim

    Hören

  • Menschen mit Schwierigkeiten beim

    Lernen

 

Das sollst du beachten.

Das 4.Gebot:

Barriere-Freiheit ist erreicht:

  • Wenn alle Dinge die man benutzen kann

    von allen benutzt werden können.

  • Wenn alle Bedienungs-Anleitungen von

    Geräten von allen verstanden werden

    können.

  • Wenn alle ohne Hilfe überall hin kommen

    können.

  • Wenn alle Infos von allen verstanden

    werden können.

 

Das sollte dein Ziel sein.

Das 5.Gebot:

Fünf wichtige Dinge beim Planen

1. Die Dinge sollen von allen Menschen mit

verschiedenen Möglichkeiten benutzt werden

können.

Zum Beispiel:

  • Licht-Schalter,

  • Tür-Griffe,

  • Wasser-Hähne.

Die Dinge müssen so geformt oder angebaut

sein,

dass sie von allen benutzt werden können.

Diese Dinge müssen auch Menschen mit

wenig Körper-Kraft benutzen können.

Menschen mit verschieden Möglichkeiten sind

zum Beispiel:

  • Menschen mit einem Rollstuhl,

  • Menschen mit einem Geh-Wagen,

  • klein gewachsene Menschen,

  • Menschen mit Schwierigkeiten beim

    Greifen.

2. Das Fuß-und-Roll-Prinzip

Fuß-und-Roll-Prinzip heißt:

Alle müssen sich zu Fuß,

mit dem Rollstuhl,

oder mit dem Geh-Wagen

überall bewegen können

 

3. Zwei- Sinne- Prinzip

Drei Sinne sind für die Orientierung

besonders wichtig:

Sehen, Hören und Tasten.

Alle Infos müssen immer für mindestens 2

Sinne sein.

Zum Beispiel:

Infos zum Hören und Schrift-Tafeln

Schilder zum Sehen und Schrift zum

Fühlen.

 

4. Man muss die Sachen gut hören können.

Auch wenn noch andere Geräusche da sind.

Man muss die Sachen gut sehen können.

Auch wenn noch andere Sachen zum

Sehen da sind.

Man muss die Sachen gut fühlen können.

 

5. Leichte Sprache benutzen

Infos und Orientierungs-Hilfen

sollen leicht zu verstehen sein.

 

 

Beachte diese fünf Dinge beim Planen.

Das 6.Gebot:

Beim Planen sollen behinderte Menschen

von Anfang an beteiligt werden.

Oder Vertreterinnen und Vertreter der

behinderten Menschen.

Beteiligt werden heißt mit machen.

Das hilft gute Lösungen zu finden.

 

Beteilige behinderte Menschen wenn du

etwas für die Barriere-Freiheit machst.

Das 7.Gebot:

Barriere- Freiheit braucht Qualität

Qualität heißt: Etwas ist gut.

Barriere-Freiheit muss gut sein.

Was man darüber wissen soll, findet man in

Regeln für Technik und Leit-Fäden.

Das sind Bücher oder Hefte wo Dinge erklärt

werden.

 

Über Barriere-Freiheit wird geforscht.

Es gibt schon Erfahrungen mit Barriere-

Freiheit.

Nutze die Regeln.

Nutze die Ergebnisse aus der Forschung.

Nutze die Erfahrungen.

Das 8.Gebot:

Alle barriere-freien Sachen müssen sicher

sein.

Vorbeugende Maßnahmen für die Sicherheit

sind wichtig.

Zum Beispiel:

Treppen-Geländer damit niemand abstürzt.

Treppen-Stufen müssen einen guten Abstand

haben.

Markierungen auf Glas-Flächen müssen gut

zu sehen sein.

Sorge für die Sicherheit von allen.

 

 

Behinderte Menschen sollen sich im Notfall

selbst helfen können.

Behinderte Menschen sollen im Not-Fall

schnell Hilfe bekommen können.

Beachte das beim Bauen und organisieren.

Das 9.Gebot:

 

Für die Barriere-Freiheit muss noch viel

gemacht werden.

Plane deine Schritte.

Mache eine Sache nach der anderen.

Dann haben alle Menschen lange etwas

davon.

Das 10.Gebot:

 

Es gibt immer mehr alte Menschen.

Auch darum wird Barriere-Freiheit immer

wichtiger.

Denke an die Zukunft.

 

Erarbeitet von der BAR-Arbeitsgruppe „Barrierefreie Umweltgestaltung“ (8.12.2011),

übersetzt in leichte Sprache von Sabine Martini, Zentrum für leichte Sprache Hamburg,

 

Bilder von Netzwerk Mensch Zuerst e. V., Meyer Johnson

08.09.2016
 
Bustraining 08.09.2016

siehe Navigation mit Rollstuhl und Rollator im Bus unterwegs
08.04.2015
 
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Mit Rollstuhl und Rollator im Bus unterwegs.
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